Speedskating Weltmeisterschaft 2009 in Padova

10 Sep

in skate-IN Europe | Autor: Stefan Gyr | Tags: Padova, Speedskating, Weltmeisterschaft 2009

Oldies but Goldies

 

Nationalkader der Masters holt vier Medaillen als zweitstärkste Delegation
Die Masters haben bei der Speedskating-Weltmeisterschaft 2009 als zweitbeste Nati-on dreimal Silber und einmal Bronze geholt. Unter dem Begriff „Masters“ sind die Speedskater zu verstehen, die bereits einige Jahre auf dem Lebenszähler haben. AK 30 bzw. AK 60 bedeutet beispielsweise, 30jährig oder 60jährig (und älter zu sein). Kei-neswegs gehören diese Schweizer AthletInnen zum alten Eisen, wie sie in Padova (Italien) eindrücklich unter Beweis gestellt haben.

 

 

 

Eine 20-köpfige Delegation aus der Schweiz präsentierte sich an der Weltmeisterschaft der Masters in Padova (Italien) in bestechender Form. Den Rundkurs von 8,4 km Länge galt es fünf Mal zu bewältigen. Martin Hänggi brauchte beispielsweise für diese Marathondistanz lediglich 1.06.35.78. Eine schnelle Zeit, die dem Davoser bei den AK 40 die Silbermedaille einbrachte. Die Strecke war grösstenteils flach mit wenig Erhebungen, dafür mit ruppigem und zum Skaten unangenehmen Belag versehen. Die Stimmung vor und während dem Rennen bei den AK 30 schilderte Susanne Zellweger aus Benken wie folgt: „Ein Blick auf die Pulsuhr verriet, dass die Nerven blank ob der Nervosität lagen. Ohne Bewegung befand ich mich bereits im dunkelgrünen Bereich. Die ersten von fünf Runden wurde gemächlich angegangen und das Feld blieb kompakt. Auf der zweiten Runde lancierte die Deutsche Heinz-Gerten dann einige Attacken, was ich mit Gegenangriffen konterte. Dieses Stop and Go’s liessen das Feld schrumpfen und die Ausreissversuche wurden immer häufiger. Die Chance nutzend setzte ich mich vom Feld ab, was aber wegen dem starken Gegenwind bald aussichtslos erschien. Die letzte und entscheidende Runde wurde abwartend angegangen. Niemand übernahm die Führungsverantwortung, so dass schlussendlich ein grösserer Pulk Richtung Ziel rollte. Der Schlussspurt entschied den Ausgang dieses spannenden Rennens, wobei ich mich knapp geschlagen geben musste. Erst der Zielfilm zeigte, dass ich fortan den Titel als Vizeweltmeisterin 2009 in meinem Palmarès führen darf!“ Roland Moser aus Seu-zach holte in einem packenden Rennen bei den AK 50 ebenfalls eine Silbermedaille, wäh-rend Paul Graber aus Goldwil sich bei den AK 60 die Bronzemedaille hat umhängen lassen. Mit dieser beachtlichen Leistung hat der Schweizer Rollsport einmal mehr den Aufwärtstrend unter Beweis gestellt.

 

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