Interview mit Isaak Papadopoulos, skate-tv
in Interviews | Autor: Gaby Junginger | Tags: Isaak Papadopoulos, skate-tv
skate-IN: Isaak, der Mann hinter der Kamera. Mittlerweile bist du aus der Skatewelt nicht mehr wegzudenken, du versorgst sie mit bewegten Bildern. Wo siehst du dich selbst mit skate-tv?
Isaak: skate-tv wurde situativ geboren, vor etlichen Jahren. Sehr gute Freunde von mir haben das initiiert. Ich bin sehr froh, dass ich diese Chance genutzt habe, um über die Jahre unserem Sport ein visuelles Gesicht zu geben, dass in die Welt getragen wird. Mittlerweile wird skate-tv aus 94 Ländern konsumiert! Das zeigt, dass das bewegte Bild in unserer Szene gesucht und angenommen wird. Auch hinsichtlich der Idee, irgendwann mal olympisch werden zu wollen, brauchen wir ein visuelles Bild unseres Sportes, das die verschiedenen Facetten wiedergibt. Ich würde sage, da habe ich eine schöne Nische erwischt, die ich versuche so professionell wie möglich auszufüllen. Wobei das an den Umständen gemessen sehr schwierig ist ...
skate-IN: Auf die Umstände kommen wir gleich noch einmal. Ursprünglich angefangen hat skate-tv aber mit deinen Reisen auf Skates?
Isaak: Jaein. Der Ursprung von skate-tv liegt darin, dass ich seit jeher eine Affinität zum Thema Film habe. Es hat mir Spaß gemacht Aufnahmen zu machen, unterwegs zu sein in verschiedenen Ländern, zu zeigen, wie schön es ist, zu reisen und auf Inlineskates unterwegs zu sein. Mit dem Medium Video kann man das meiner Meinung nach besser machen als mit dem Medium Foto. Da war also die Affinität zum Thema Video da und über die Gelegenheit, die mir Karsten Schölermann damals gegeben hat, die GBC-Rennen zu dokumentieren, habe ich das als Chance aufgefasst, um einfach selbst etwas daraus zu machen. Ich war der Meinung, nicht einfach nur Aufnahmen zu machen und sie dann „verstauben“ zu lassen, sondern sie eben auch zu zeigen. Das war die Geburtsstunde von skate-tv. Unser Sport hat es verdient, gezeigt zu werden. Das ist einer meiner wesentlichen Antriebe.
skate-IN: Der, der dich dazu gebracht hat, das Projekt skate-tv zu starten, hat nun mit der German Blade Challenge aufgehört. Was bedeutet das für dich?
Isaak: skate-tv wird es, sofern es mir wirtschaftlich möglich ist, weiterhin geben. Es ist natürlich für mich sehr schade, dass einer meiner „Gründungsväter“ das gemeinsame Boot in diesem Zusammenhang verlassen hat. Wirtschaftliche Gründe sind aber leider Gründe, die sehr stichhaltig sind und dann auch ernst genommen werden müssen. Emotional bin ich traurig. Nichtsdestotrotz heißt es für mich „weiter machen“. Ich habe mich dafür entschieden, skate-tv hauptberuflich zu machen. Da kann ich jetzt nicht sagen, dass ich nicht mehr weitermache. Das, was Karsten angestoßen hat, wird mit skate-tv weiterhin existent sein und damit sein „Geist“ auch weitergeführt.
skate-IN: Nun bist du hier beim skate-IN Fitnessskate-Test. Wie beurteilst du dieses „Event“?
Isaak: Grundsätzlich finde ich diesen Skate-Test, der von euch bereits vor vielen Jahren initiiert wurde, eine extrem wichtige Sache. Gerade für viele Freizeitskater ein unverzichtbarer Quell, um sich zu informieren. Der Überblick über den Markt bezüglich Inlineskates ist relativ schlecht. Daher ist es zwingend notwendig, eine Art Objektivierung zu haben, um für den Konsumenten schon eine Art Vorauswahl zu treffen. Hier wird geskatet für die ganz große Menge an Skatern, damit macht ihr etwas ganz ganz wesentliches. Der Test hat seine Berechtigung, weil er Informationen generiert, die man sonst nicht so bekommt.
Die Leute, die zum Testen hierher kommen, tragen das auch nach außen und kommunizieren. Das ist auch sehr sehr wichtig. Der Zeitpunkt ist gut, denn es ist Anfang der Saison.
skate-IN: Wann denkst du, wird der Film fertig und bei dir auf der Homepage zu sehen sein?
Isaak: Na, der Film ist ja nicht nur auf skate-tv, sonder auch auf www.skate-in-magazin.de zu sehen. Er wird auf alle Fälle noch im März fertig werden.