"After-Work-Skating" um den "Grossen Teich"
in Touren & Reisen | Autor: Johannes Wörz | Tags: After-Work-Skating, München, Olympia-Ruderregatta-Anlage, Skating
Olympia-Ruderregatta-Anlage im
Münchner Norden bietet besonderes Ambiente
Die Regatta-Anlage ist mit einer Länge von mehr als zwei Kilometern, einer Breite von 135 Metern und der strengen geometrischen Form an warmen Tagen nicht nur ein besonderes Badeerlebnis, sondern auch ein Eldorado für Inlineskater.
Auf den bestens asphaltierten Uferwegen entlang der Anlage, finden Rollsportler aller Art ideale Voraussetzungen. Über dem ehemaligen Austragungsort der Olympischen Sommerspiele von 1972 im Rudern, schwebt auch heute noch der olympische Geist. 2.000 m gerader feinster Belag, vorbei an einer der größten Tribünen der Welt mit 9.500 Plätzen – ein prickelndes Erlebnis, das sich Kati, Conny und Flo nach einem anstrengenden Arbeitstag in der Münchner City gönnen.
Stadtnah auf dem Lande
Nur 15 km vom Marienplatz entfernt, findet man hier eine Oase der Ruhe, die nur von Leistungsruderern und bewegungswütigen Menschen gestört wird. So kann es durchaus passieren, dass man mal einige Meter mit dem Deutschland-Achter oder dem Münchner Ruderolympioniken Marcel Hacker um die Wette fährt.
Die „Ruderrunde“
Ausgangspunkt war in unserem Fall der Parkplatz am Zielbereich. Die Zufahrtsstraße führt am Leistungszentrum und an der Tennisanlage von Niki Pilic vorbei, verläuft dann nach links und endet auf einem großen Schotterparkplatz gegenüber den Bootsschuppen. Zwischen den Schuppen ist ein gepflasterter Durchlass.
Start frei – im Zielbereich
Hier wird man kurz wachgerüttelt bevor der Highway entlang der 500 m langen Tribüne beginnt. Es geht immer auf dem Weg am Wasser entlang. Alle 250 m sind Markierungen über das Wasser gespannt, so kann der sportlich ambitionierte Fahrer super seinen Zeitplan kontrollieren.
Lange Gerade
Am Abend nach der Arbeit können die 2.000 m
aber auch ganz nett lang werden, dann einfach am Beckenrand eine Pause einlegen und die Seele im Anblick des Sonnenuntergangs baumeln lassen. In der Kleingruppe unterwegs, ist man mit einem kleinen „Ratsch“ ruck zuck am kurzen Beckenrand angekommen. Trotz guter Gespräche sollte der Blick immer wach nach vorne gerichtet sein um Kollisionen mit entgegenkommenden Sportlern zu vermeiden. Der Weg ist breit genug, ca. 5 m, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht!
Der Weg zurück, „brettles eben“, rollt dank Westwind meist wie von selbst. Die Start – Ziel-Strecke führt direkt Richtung gigantisch anmutender Zieltribüne. Die Querfahrt im Zielbereich geht leider wieder über 150 m Pflastersteine, vorbei an acht langen, breiten Holzstegen. Wenn keine Ruderer da sind, lohnt sich für den versierten Skater ein Ausflug auf den etwas holprigen Steg zur Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit.
Holzsteg – Ahoi!
Vorsicht – der Steg fällt zu Beginn ca. 50 cm ab. Also rechtzeitig bremsen, nicht dass der Ausflug unverhofft im kühlen Nass endet. Nach 4,5 km bleibt es jedem selbst überlassen wie oft das Becken umkreist werden soll. Kati, Conny und Floh haben sich noch für eine weitere Runde entschieden.
Eine Option für Downhill-Skater stellt der steil ansteigende Weg unmittelbar nach der Tribüne dar. Hier kommen auch ausgekochte Inline-Alpin-Freaks wie Flo auf ihre Kosten. Zirka 20 % Gefälle, zwar nur 70 m lang, aber mit geradem Auslauf am Wasser entlang. Auch für die beiden Mädels ideal, um die ersten Abfahrtsversuche zu starten. Stück für Stück geht es bei jeder Abfahrt weiter nach oben. Nach mehreren kurzen Adrenalinkicks hat man die Strapazen des Arbeitstags endgültig vergessen. Nach einer letzten „Cooldownrunde“ kehrt man entspannt und zufrieden zum Startpunkt zurück.
Skaten und mehr
Wer die Tour lieber tagsüber am Wochenende macht, kann direkt vor den Tribünen mit Jochen Schweizer und seinem Team Bungee-Springen. Mit und ohne Eintauchen im Regattawasser ein Event für besonders Wagemutige. Wem das zuviel ist, kann auch von Sport-Scheck den ein oder anderen neuen Inlineskate testen.
Anfahrt und Location:
Die Olympia-Ruderregattastrecke liegt direkt nördlich am Stadtrand von München. Erreichbar ist sie am besten über die A 99 und A 92. Von der Ausfahrt Oberschleißheim der B471 (Dachauer-Str.) Richtung Dachau und der Beschilderung „Leistungszentrum für Rudern und Kanu” folgen. Dann links von der Bundesstraße weg, auf einen bzw. mehrere Parkplätze, die zu der Einrichtung gehören.
Touroption
Wer ein ganzes Wochenende im Münchner Norden verbringen möchte, kann von einem Baggersee zum nächsten fahren. Der Regattapark See liegt nördlich des Feldmochinger Sees, in direkter Nachbarschaft zur Olympia-Ruder-regatta-Anlage. Der Regattapark See entstand durch den Kiesaushub beim Bau der Autobahn A 99 und der Tribünen der Regattastrecke im Jahr 1972. Der See liegt zum Teil auf dem Gebiet der Gemeinde Oberschleißheim. In der Hochsaison kommen täglich bis zu 5.000 Sonnenhungrige und Badenixen an seine Ufer. Auch hier stehen Parkplätze, allerdings in begrenztem Maße, zur Verfügung.
